Bioenergetische Übungsgruppen

buddhaIm Körper zu Hause sein - steigert die Lebensfreude.

Das Konzept der "Bioenergetischen Uebungsgruppe" entstand mit der Entwicklung der Pychotherapieschule der "Bioenergetische Analyse und Therapie (BAT)", populärer bekannt unter der Bezeichnung "Bioenergetik". Diese Psychotherapieform ist keine esoterische Methode, sondern ein wissenschaftlich fundiertes, tiefenpsychologisches Heilverfahren. Ihr Begründer war der amerikanische Arzt und Wilhelm Reich-Schüler Alexander Lowen. Er gründete 1956 zusammen mit John Pierrakos in den USA das International Institute for Bioenergetic Analysis (IIBA) und war bis 1997 dessen Direktor.

In dieser Psychotherapieschule wird der Mensch als funktionelle Einheit von Körper, Seele und Geist begriffen. Das heisst: körperliche und psychische Prozesse sind eng miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Ausgehend von dieser Grundannahme wird in der therapeutischen Arbeit der Zugang zu emotionalen Problemen nicht nur über die Sprache, sondern auch über die Arbeit mit dem Körper erreicht. (Weitere Informationen: Schweizerische Gesellschaft für Bioenergetische Analyse und Therapie SGBAT; www.sgbat.ch)

Zweck einer Uebungsgruppe ist die Selbsterfahrung des Übenden durch verschiedene Körperübungen, das regelmässige Üben in einer geleiteten Gruppe. Mittels Bewegungs- und Haltungsübungen, Atemarbeit, Ausdrucks- und Beziehungsübungen soll die Körperwahrnehmung vertieft, die "Beweglichkeit des Selbst" und das Wohlbefinden gefördert werden. Die letzte Viertelstunde dient dem Gedankenaustausch innerhalb der Gruppe. Es kann ohne Vorgaben über Empfindungen und Erfahrungen gesprochen werden. Vielleicht ergeben sich Zusammenhänge zwischen körperlichen Erfahrungen und aktuellem psychischem Befinden oder in Frage gestellten persönlichen Haltungen.


Ein bekanntes, von Lowen entwickeltes Konzept ist das Grounding, die Erdung. Spezifische Körperübungen vertiefen den Kontakt (der Füsse, der Beine, des ganzen Körpers) mit dem Boden. Lowen bringt die Erdung mit der Realität (der Schwerkraft) in Verbindung. Menschen mit andauernd geringem Kontakt zum Boden fehlt es ebenso am Kontakt zur Realität. Sie können sich der Welt wenig anvertrauen, ängstigen sich davor, Beziehungen einzugehen, haben Mühe sich realistisch einzuschätzen und flüchten in Phantasiewelten. Viele umgangssprachliche Redewendungen weisen auf diese Zusammenhänge hin. Jemand wird als abgehoben bezeichnet, wenn er den Kopf in den Wolken trägt. Es macht Angst, wenn man den Boden unter den Füssen zu verlieren droht und man fühlt sich sicherer, wieder festen Boden unter den Füssen zu spüren.

Zuguterletzt: In einer Uebungsgruppe hat es Platz für Humor und spielerische Lockerheit. Die Uebungen steigern die Lebensfreude (. siehe Bild). Es tut gut, sich zuzeiten im Köper zuhause zu fühlen .sich zu bewegen, zu dehnen, zu strecken, tief ein- oder auszuatmen, zu seufzen, den eigenen Puls zu spüren, Spannung und Entspannung wahrnehmen..

Zur Zeit biete ich keine Bioenergetische Uebungsgruppe an. Bei Interesse melden Sie sich bitte gleichwohl. Ich werde Ihre Adresse aufnehmen und bei einem bestehenden Angebot auf Sie zukommen.

Im Körper zu Hause sein - Bioenergetische Uebungen für Körper und Psycho [PDF]
Informationen zum Ausdrucken

 

Literatur:

  • Reinhold Dietrich, Waldefried Pechtl, Energie durch Uebungen, Bioenergetik – belebende, entspannende und kräftigende Uebungen, Eigenverlag Dietrich, Elixhausen (A) (www.verlag-dietrich.com)
  • Hubert Feurstein, Zusammenspiel, Laufgenuss zwischen Leistung und Schonung, Grundkurs des Ganzheitlichen Laufens - ein Übungsbuch. Selbstverlag Feurstein, Gieraboden 20, A-6832 Zwischenwasser-Batschuns, 2001
  • Margit Koemeda-Lutz (Hrsg.), Körperpsychotherapie – Bioenergetische Konzepte im Wandel, Schwabe Verlag, Basel 2002
  • Alexander Lowen, Bioenergetik, Therapie der Seele durch Arbeit mit dem Körper, rororo, Reinbeck bei Hamburg 1998
  • Alexander und Leslie Lowen, Bioenergetik für Jeden, Das vollständige Übungsbuch, 13. Aufl., Peter Kirchheim Verlag, München 2003
  • Moses G. Steinvorth, Im Körper zu Hause. Eine bioenergetische Entdeckungsreise, Vandehoeck & Ruprecht, Göttingen 1999